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Lissabon und Meer Lissabon und Meer
Nachgebaute Gasse im Lissabon von 1755 im Quake-Museum
Quake – das Erdbeben-Museum
Sehenswürdigkeiten

Quake – das Erdbeben-Museum

Ich war schon zweimal drin und würde jederzeit wieder hingehen. So interaktiv habe ich noch nie ein Museum erlebt.

Sven da Silva Rochel Sven da Silva Rochel Aktualisiert am
Vor Ort geprüft November 2026
4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Quake ist ein interaktives Museum in Belém, das dich auf eine Zeitreise zum Erdbeben vom 1. November 1755 mitnimmt. Du spürst im Simulator, wie sich das Beben anfühlt, und erlebst, wie die Stadt brennt und in Panik verfällt. Der Besuch dauert rund 1,5 Stunden, Erwachsene zahlen 23,50 bis 29,50 € (Stand: November 2026). Für mich ist Quake die beste Art, Lissabons Geschichte zu verstehen, auch mit Kindern ab 6 Jahren.

Wenn du mich fragst, wie man Lissabons Geschichte am besten versteht, dann ist meine Antwort seit einiger Zeit ganz klar: geh ins Quake. Ich war schon zweimal drin und würde es immer wieder besuchen. Diese interaktive Art eines Museumsbesuchs habe ich bisher nirgendwo sonst erlebt.

Quake ist kein Museum, in dem du an Vitrinen vorbeiläufst und Schildchen liest. Du erlebst das große Erdbeben vom 1. November 1755 als Zeitreise. Du spürst am eigenen Körper, wie sich so ein Beben anfühlt, und siehst, wie die Stadt brennt und die Menschen in Panik verfallen. Danach schaust du dir die Altstadt mit ganz anderen Augen an.

Quake auf einen Blick

Was Interaktives Erdbeben-Museum zum Lissabon-Beben von 1755
Wo Belém, Rua Cais da Alfândega Velha 39, neben dem Kutschenmuseum
Dauer ca. 1,5 Stunden
Preis Erwachsene 23,50–29,50 €, Kinder (6–12) 17,50–22 €, Senioren 20–25 €
Geöffnet täglich 10 bis 18 Uhr (letzter Einlass), am 24. und 25.12. geschlossen
Sprachen Portugiesisch, Englisch, Spanisch, Französisch (kein Deutsch)
Lisboa Card nicht enthalten

Preise und Zeiten: Stand November 2026, laut offizieller Website.

Warum gerade das Erdbeben?

Das Erdbeben von 1755 ist der Wendepunkt in der Geschichte der Stadt. Am Allerheiligen-Morgen, als viele Menschen in den Kirchen saßen, bebte die Erde. Danach rollte eine Flutwelle den Tejo hinauf, und Feuer zerstörten, was noch stand. Ein großer Teil Lissabons lag in Trümmern.

Fast alles, was du heute in der Baixa siehst, ist die Antwort darauf: die schnurgeraden Straßen, die einheitlichen Fassaden und die riesige Praça do Comércio. Wer das Beben im Quake einmal „miterlebt“ hat, versteht plötzlich, warum die Unterstadt so anders aussieht als die verwinkelte Alfama, die das Beben zum großen Teil überstanden hat. Mehr Hintergrund findest du in meinem Artikel über Lissabons Geschichte.

So läuft der Besuch ab

Du startest in einer kleinen Gruppe, alle 10 Minuten geht eine los. Am Eingang bekommst du ein Armband, mit dem du an den Stationen selbst Dinge auslöst. Dann geht es Raum für Raum zurück ins Jahr 1755.

Der Höhepunkt ist der Erdbeben-Simulator. Du sitzt mitten im Geschehen, der Boden bebt, es kracht und staubt, und für einen Moment fühlt es sich erschreckend echt an. Danach erlebst du, wie die Stadt brennt und die Menschen in Panik durch die Straßen laufen. Genau das macht für mich den Unterschied zu jedem Geschichtsbuch: Du liest nicht, was passiert ist, du bist dabei.

Zum Schluss geht es darum, wie Lissabon wieder aufgebaut wurde und was Wissenschaftler heute über Erdbeben wissen.

Quake mit Kindern

Für Familien ist Quake einer meiner liebsten Tipps in Lissabon. Kinder müssen nicht stillsitzen und zuhören, sie drücken, fühlen und erleben selbst. Die Geschichte bleibt so viel besser hängen als bei jeder Führung.

  • Ab 6 Jahren dürfen Kinder überall mit, auch in den Simulator.
  • Jüngere Kinder dürfen nicht in den Simulator. Laut FAQ dürfen 4- und 5-Jährige kostenlos mit und auf einer festen Bank zuschauen. An anderer Stelle nennt die Website aber 6 Jahre als Mindestalter. Frag deshalb vor der Buchung per E-Mail nach, wenn du mit Kleinkindern kommst.
  • Feuer, Lärm und Dunkelheit können sehr intensiv sein. Wenn dein Kind schnell Angst bekommt, sprich vorher darüber, was passiert.

Weitere Ideen für Familien findest du unter Lissabon mit Kindern.

Tickets: lieber vorab buchen

Die Preise ändern sich je nach Tag, Uhrzeit und Saison. Wenn du bis zum Vortag online über die offizielle Website buchst, sparst du 10 %. Da die Gruppen klein sind, sind beliebte Zeiten am Wochenende und in den Ferien schnell weg. Tickets lassen sich nicht stornieren. Bis 48 Stunden vorher kannst du gegen eine Gebühr von 3,50 € pro Ticket umbuchen.

Anfahrt

Lohnt sich Quake?

Ja, für mich unbedingt. Quake ist nicht billig, aber du bekommst etwas, das dir sonst keine Sehenswürdigkeit in Lissabon bietet: Du erlebst Geschichte, statt sie zu lesen. Und das Beste: Du verstehst danach die ganze Stadt ein Stück besser.

Häufige Fragen

Was kostet Quake in Lissabon?

Erwachsene zahlen je nach Tag und Uhrzeit 23,50 bis 29,50 €, Kinder von 6 bis 12 Jahren 17,50 bis 22 € und Senioren ab 65 Jahren 20 bis 25 € (Stand: November 2026). Wer bis zum Vortag online bucht, spart 10 %.

Wie lange dauert der Besuch im Quake?

Rechne mit etwa 1,5 Stunden. Die Gruppen starten alle 10 Minuten und gehen gemeinsam von Raum zu Raum.

Ist Quake für Kinder geeignet?

Ja, ab 6 Jahren auf jeden Fall. Jüngere Kinder dürfen nicht in den Erdbeben-Simulator. Für sehr sensible Kinder können Simulator, Feuer und Geräusche intensiv sein.

Gibt es Quake auf Deutsch?

Nein. Die Inhalte gibt es auf Portugiesisch, Englisch, Spanisch und Französisch. Mit Schulenglisch kommst du gut mit, weil vieles über Bilder, Ton und Bewegung erzählt wird.

Ist Quake in der Lisboa Card enthalten?

Nein, Quake ist nicht in der Lisboa Card enthalten und es gibt auch keinen Rabatt damit.

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Erstmals veröffentlicht am

Sven da Silva Rochel

Geschrieben von

Sven da Silva Rochel

Ich lebe seit 2018 in Lissabon, spreche Portugiesisch und teste jeden Tipp hier selbst – vom Miradouro bis zur Tasca um die Ecke. Wenn sich Preise oder Öffnungszeiten ändern, aktualisiere ich den Artikel.

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