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Feira da Ladra - der bekannteste Flohmarkt 3
Sehenswürdigkeiten

Feira da Ladra

Der „Diebesmarkt“ heißt nicht ohne Grund so – heute findest du hier aber vor allem Krempel, Kuriositäten und echte Lissabonner.

Sven da Silva Rochel Sven da Silva Rochel Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Die Feira da Ladra ist der bekannteste und älteste Flohmarkt in Lissabon. Er findet jeden Dienstag und Samstag von ca. 9 bis 18 Uhr auf dem Campo de Santa Clara statt, zwischen dem Kloster São Vicente de Fora und dem Panteão Nacional (Stand: November 2026). Der Eintritt ist frei. Am besten kommst du mit der Tram 28 hin und kombinierst den Markt mit dem Panteão Nacional und den Aussichtspunkten in Graça.

Nicht ohne Grund heißt die Feira da Ladra übersetzt „Markt der Diebin“. Auf diesem Flohmarkt gibt es allerlei Sachen, darunter die klassischen Souvenirs, die du auch sonst überall bekommst, aber auch Kunsthandwerk, Kleidung, Antiquitäten und Töpferwaren.

Außerdem findest du manchmal auch Flächen mit gebrauchten Auto- und Bootsteilen.

Feira da Ladra - der bekannteste Flohmarkt

Flohmarkt neben dem Panteão Nacional

Feira da Ladra auf einen Blick

Wann Dienstag und Samstag, ca. 9–18 Uhr (Stand: November 2026)
Wo Campo de Santa Clara, hinter São Vicente de Fora, Alfama/Graça
Eintritt frei
Lisboa Card nicht nötig
Zeitbedarf 1–2 Stunden zum Stöbern
Beste Zeit vormittags, dann ist die Auswahl am größten
Anfahrt Tram 28 bis Voz do Operário, zu Fuß ab Martim Moniz ca. 20 Min. bergauf

Ein Markt mit über 750 Jahren Geschichte

Der Name hat seinen Ursprung wohl in der Vergangenheit, und vor langer Zeit wurde hier bestimmt viel Diebesgut verkauft. Schließlich gibt es den Flohmarkt bereits seit dem 13. Jahrhundert – urkundlich erwähnt wird er schon 1272. Damals fand er noch an ganz anderen Orten der Stadt statt, unter anderem am Rossio. Erst 1882 wurde er dauerhaft am Campo de Santa Clara angesiedelt.

Über die genaue Herkunft des Namens wird bis heute gerätselt. „Ladra“ heißt Diebin – und so oder so: Der Name passt.

Stöbern auf der Feira da Ladra

Die Fläche des Marktes ist erstaunlich groß, er erstreckt sich über viele Straßen rauf und runter, und die Atmosphäre, die hier herrscht, ist authentisch. Überwiegend treffe ich hier Locals an, vereinzelt aber auch ein paar Touristen. Auch wenn die meisten Sachen sich nicht als Souvenir aus Lissabon für den Rücktransport im Flugzeug eignen, kannst du hier trotzdem gut 1 bis 2 Stunden mit Stöbern verbringen.

Feira da Ladra - der bekannteste Flohmarkt 4

Flohmarkt so weit das Auge reicht

Grob kannst du den Markt in zwei Welten einteilen. Rund um die kleine Markthalle in der Mitte des Platzes stehen eher die festen Stände mit Antiquitäten, alten Azulejos, Schallplatten, Büchern, Postkarten und Kunsthandwerk. Weiter unten, Richtung Panteão, breiten viele Händler ihre Ware einfach auf Decken auf dem Boden aus: alte Telefone, Kabel, Schuhe, Werkzeug, Porzellanfiguren – Dinge, bei denen du dich fragst, wer das kaufen soll. Und trotzdem findet alles irgendwann einen Abnehmer.

Handeln erwünscht

Feste Preise gibt es auf der Feira da Ladra kaum. Frag freundlich nach dem Preis und biete etwas weniger – das gehört dazu. Ein paar Worte Portugiesisch („Quanto custa?“ – „Was kostet das?“) öffnen hier erstaunlich viele Türen. Nimm Kleingeld und kleine Scheine mit, Kartenzahlung ist an den meisten Ständen nicht möglich.

Dienstag oder Samstag?

Beide Markttage haben ihren eigenen Charakter. Samstags ist mehr los: mehr Händler, mehr Stände, mehr Lissabonner, die nach Schnäppchen suchen – und leider auch mehr Gedränge. Dienstags ist es ruhiger und entspannter, dafür sind nicht alle Händler da. Wenn du einfach nur bummeln und schauen willst, ist der Dienstag angenehmer. Wenn du die volle Auswahl willst, nimm den Samstag.

Egal an welchem Tag: Komm am Vormittag. Die besten Stücke sind früh weg, und gegen Nachmittag fangen die ersten Händler schon an einzupacken. Bei Regen ist der Markt deutlich kleiner, weil viele gar nicht erst aufbauen.

Praktische Tipps

  • Bargeld mitnehmen: Am besten Münzen und kleine Scheine. Einen Geldautomaten findest du nicht direkt auf dem Platz.
  • Tasche dabeihaben: Tüten gibt es nicht überall.
  • Sonnenschutz: Schatten ist auf dem Campo de Santa Clara Mangelware, im Sommer brennt die Sonne ordentlich.
  • Toiletten: Am einfachsten in einem der Cafés rund um den Platz, gegen einen kleinen Kaffee.
  • Fotos: Frag kurz, bevor du Händler oder ihre Ware aus nächster Nähe fotografierst. Die meisten sind entspannt, aber nicht alle.

Mit dem Panteão Nacional kombinieren

Wenn du eh planst, das Panteão Nacional zu besichtigen, dann versuche das auf einen Dienstag oder Samstag zu legen. Das Panteão Nacional befindet sich nämlich direkt um die Ecke und lässt sich super kombinieren. Es lohnt sich, beides zu sehen, wenn die Reiseplanung es hergibt.

Auch das Kloster São Vicente de Fora mit seinen Azulejos und der Dachterrasse liegt nur ein paar Schritte entfernt. Und wenn du danach noch Energie hast, geht es hoch nach Graça zum Miradouro da Graça oder bergab in die Alfama.

So kommst du hin

Die Feira da Ladra findet auf dem Campo de Santa Clara, hinter der Kirche São Vicente de Fora, statt. Der Weg dorthin ist einfach.

Zu Fuß folgst du ab dem Martim-Moniz-Platz den Schienen der Straßenbahnlinie 28, so kannst du es gar nicht verpassen. Aber lass dir gesagt sein, dass es einen steilen Hügel bergauf geht. An heißen Sommertagen kann das in Lissabon echt anstrengend sein.

Mit der Straßenbahn 28 kommst du am einfachsten dorthin. Steige dazu an der Haltestelle Voz do Operário aus, von dort sind es nur ein paar Schritte.

Tipp: Benutze die Navegante-Karte mit Zapping-Guthaben (früher Viva Viagem, mehr dazu unter öffentliche Verkehrsmittel) oder die Lisboa Card, um die öffentlichen Verkehrsmittel in Lissabon zu benutzen. In der Tram ein Ticket beim Fahrer zu kaufen, ist deutlich teurer.

Ansonsten hast du noch die Möglichkeit, bei einer Tuk-Tuk-Tour hier zu halten, oder du nimmst dir ein Taxi oder Uber. Alle werden wissen, wie sie dich zum Flohmarkt bringen.

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Häufige Fragen

Wann ist die Feira da Ladra?

Jeden Dienstag und Samstag, ungefähr von 9 bis 18 Uhr (Stand: November 2026). Bei Regen packen viele Händler früher ein, am 25. Dezember und 1. Januar fällt der Markt aus.

Wo genau findet die Feira da Ladra statt?

Auf dem Campo de Santa Clara, hinter dem Kloster São Vicente de Fora und neben dem Panteão Nacional, an der Grenze zwischen Alfama und Graça.

Was bedeutet Feira da Ladra?

Wörtlich „Markt der Diebin“. Woher der Name genau kommt, ist nicht sicher. Die naheliegende Erklärung: Hier wurde früher gern Diebesgut verkauft.

Kann man auf der Feira da Ladra handeln?

Ja, Handeln ist ausdrücklich erwünscht – freundlich und mit Humor. Bei Antiquitätenhändlern ist der Spielraum kleiner als bei den Ständen, die Krempel auf einer Decke ausbreiten.

Wie komme ich zur Feira da Ladra?

Am einfachsten mit der Tram 28 ab Martim Moniz bis zur Haltestelle Voz do Operário. Zu Fuß geht es von Martim Moniz ca. 20 Minuten steil bergauf.

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Erstmals veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert am

Sven da Silva Rochel

Geschrieben von

Sven da Silva Rochel

Ich lebe seit 2018 in Lissabon, spreche Portugiesisch und teste jeden Tipp hier selbst – vom Miradouro bis zur Tasca um die Ecke. Wenn sich Preise oder Öffnungszeiten ändern, aktualisiere ich den Artikel.

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1 Kommentar

  1. Maike

    Findet der Flohmarkt morgen an Heiligabend 24.12.2019 statt und wenn ja um wieviel Uhr? Danke für die Info.

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Ich schaue ihn mir an und schalte ihn dann frei. Das kann ein paar Tage dauern.

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